Hilft Ringelblume gegen Dehnungsstreifen

Vor allem unter Schwangeren wird Ringelblume immer wieder als „Wundermittel bei Dehnungsstreifen“ gelobt. Grund genug, die kleine gelbe Blume einer genaueren Betrachtung zu unterziehen.

Die Ringelblume (Calendula officinalis) ist bekannt aus der Pflanzenheilkunde und war 2009 sogar Heilpflanze des Jahres. Die Ringelblume aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) stammt vermutlich aus dem nordafrikanischen Atlasgebirge. Sie wird schon seit dem 12. Jahrhundert in Mitteleuropa als Heilpflanze angebaut. Die gelb und orange blühende, einjährige Pflanze bildet krallenförmig gebogene Samen. Aus diesem Grund taufte Hildegard von Bingen die Blume „Ringula“. Die Blüten der Ringelblume enthalten u. a. Triterpensaponine, Zuckerverbindungen und ein ätherisches Öl. Diese Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass Ringelblumenblüten nicht nur entzündungshemmend sondern auch keimtötend und wundheilend wirken. Aufgrund des ihr zugeschriebenen hautpflegenden Effektes, wird die Ringelblume in vielen Cremes und Salben gegen raue, rissige Haut genutzt wird. Das der Pflanze zugeschriebene Anwendungsspektrum deutet bereits an, dass Ringelblume zwar eine wertvolle Heilpflanze ist, allerdings allein eingesetzt kein „Kraut gegen Dehnungsstreifen“ sein kann.

Ringelblume in Bi-Oil

Einige Spezialprodukte zur Anwendung gegen Dehnungsstreifen setzen das Extrakt der Ringelblume allerdings unterstützend ein (z.B. Bi-Oil). Diese Produkte gegen Dehnungsstreifen enthalten aber neben Ringelblume auch noch andere Inhaltsstoffe und Experten sind sich einig, dass es vor allem die spezielle Komposition der Produkte ist, die hilft, das mögliche Auftreten von Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft zu reduzieren bzw. das Erscheinungsbild bereits bestehender Dehnungsstreifen zu reduzieren. So ist beispielsweise auch die Wirkung des gerade bei Schwangeren beliebten Hautpflegeöls Bi-Oil, Spezialist gegen Dehnungsstreifen, nicht alleinig auf das enthaltene Extrakt der Ringelblume zurückzuführen, sondern auf seine besondere Zusammensetzung mit dem speziellen Trägerstoff PurCellin Oil™. PurCellin Oil™ dient als Lösungsbasis für die enthaltenen, wertvollen Inhaltsstoffe, wie etwa Vitamin A, Extrakt der Ringelblume, die pflanzlichen Öle Lavendel und Rosmarin sowie das Öl der römischen Kamille. Darüber sorgt der Trägerstoff dafür, dass das Öl gut in die Haut einzieht.

Massagen und Öle

Experten empfehlen gegen Dehnungsstreifen neben der Anwendung spezieller Produkte, vor allem auch regelmäßige Massagen der betroffenen Hautpartien. „Ein besonders effektives und zugleich angenehmes Ritual ist es, sich mit einem schönen Hautöl zu verwöhnen, indem man es morgens oder abends sanft in die Dehnungsstreifen einmassiert“, rät die Expertin Dr. Wlodarek. Schwangeren werden regelmäßige, präventive Massagen ab dem vierten Monat / zu Beginn des zweiten Trimesters der Schwangerschaft an den besonders gedehnten Stellen wie Bauch, Brust und Oberschenkel empfohlen, um dem möglichen Entstehen von Dehnungsstreifen vorzubeugen.

Sowohl bei der Anwendung gegen bestehende Dehnungsstreifen als auch bei der vorbeugenden Massage ist keine besondere Massagetechnik nötig; das Spezial-Produkt sollte allerdings regelmäßig angewendet werden und in kreisenden Bewegungen mit sanftem Druck in die betroffenen oder gefährdeten Körperstellen einmassiert werden.


Ringelblumen auf der Wiese