Pickelnarben kosmetisch behandeln

Akne ist eine weit verbreitete Hautkrankheit. Vor allem, aber nicht nur, Jugendliche sind davon betroffen. Die Krankheit kann zumeist erfolgreich therapiert werden. Bei besonders schwerer Akne bleiben aber oft Aknenarben („Pickelnarben“) zurück. Grundsätzlich geht man davon aus, dass gerade besonders schwere und vor allem tief liegende Entzündungen zu einer Narbenbildung führen können, da hier die erforderliche Hautregeneration besonders groß ist. Aknenarben unterscheiden sich im Erscheinungsbild und der Funktion von der angrenzenden Haut. So enthält das Gewebe der Aknenarben beispielsweise keine Talg- und Schweißdrüsen mehr und auch das Wachstum von Haaren ist an dieser Hautstelle nicht mehr möglich. Aknenarben sind zudem weniger elastisch. Zusätzlich ist die Durchblutung und Feuchtigkeitsversorgung an der Narbe selbst nur sehr gering, was die eigentliche Funktion der Haut, wie zum Beispiel die Feuchtigkeitsregulierung und Stoffwechsel beeinträchtigt. Neben den klassischen Aknenarben können auch sogenannte „rote Flecken“ nach der Pickelbildung zurückbleiben. Zwar klingen diese Hautirritationen meist von alleine wieder ab, jedoch gibt es Mittel und Wege, diesen Vorgang zu beschleunigen.

Was kann man tun, um Aknenarben zu mildern?

Neben der physiologischen Beeinträchtigung, empfinden viele Betroffene ihre Aknenarben als täglich sichtbare Erinnerung an eine unschöne Zeit und wünschen sich daher nichts mehr, als die Narben zu reduzieren. Um Aknenarben und „rote Flecken“ zu behandeln, gibt es mittlerweile zahlreiche Methoden, die zum Teil aber sehr langwierig und schmerzhaft sind. Besonders in schweren Fällen sollte daher auf jeden Fall ein Hautarzt konsultiert werden, um ein individuell angemessenes Behandlungskonzept abzustimmen.

Die einzige Methode der Pflege von Aknenarben, die auch zu Hause durchgeführt werden kann, ist die Selbstmassage mit einem speziellen Produkt für Narben und Aknenarben. Dabei muss keine bestimmte Massagetechnik angewandt werden; es genügt, das Produkt regelmäßig in sanft kreisenden Bewegungen in die betroffenen Hautpartien einzumassieren.

Aknenarben selbst behandeln

Spezielle Produkte zur Anwendung bei Aknenarben können das Hautbild (z.B. Reduzierung der Rötung) verbessern und die Elastizität erhöhen. Diese Selbstbehandlung ist eine kostengünstige Alternative zu vielen anderen Behandlungsmethoden und sollte nach Meinung von Experten, gerade bei weniger schweren Formen von Aknenarben, auf jeden Fall zuerst angewendet werden, bevor weitergehende Methoden (z.B. chemischen Peelings, Laserbehandlungen oder Injektionen mit Kortison) erwogen werden.

Die meisten Präparate zur Selbstanwendung basieren auf Silikonen. Auch Cremes mit Zwiebelextrakt oder Heparin sind häufig enthaltene Stoffe. Ein kosmetisches Produkt zur Anwendung bei Aknenarben ist Bi-Oil. Aufgrund der gleichzeitig hautpflegenden Wirkung und der Tatsache, dass es, im Gegensatz zu manchen anderen Produkten, keine Akne hervorruft oder verstärkt und die Talgproduktion nicht erhöht, wird es von einigen Betroffenen anderen Produkten vorgezogen.

Grob-Überblick über die gängigen Methoden bei Aknenarben:

  • Massagen mit Cremes, Salben, oder hautpflegendem Öl
  • Chemisches Peeling zur Verbesserung der Hautoberflächenstruktur
  • Fruchtsäurebehandlungen mit unterschiedlicher Dosierung
  • Mikrodermabrasion zur Hautabschleifung
  • Laserbehandlung durch erfahrenen Fachmann
  • Injektionen mit Kollagen (atrophe / „eingesunkene“ Narben) oder Corticoiden / Kortison (hypertrophe / „erhabene“ Narben)
  • Kyrotherapie („Vereisungsbehandlung“) zur Entfernung kranken Gewebes
  • Operation zur Entfernung der Narbenverhärtung

Aknenarben Nahaufnahme im Gesicht