Ringelblume gegen Narben

In Blogs und Foren wird Ringelblume immer wieder als „Wunderwaffe“ bei Narben und Dehnungsstreifen bezeichnet. Doch ist das auch gerechtfertigt? Ringelblume ist generell ein etabliertes Mittel aus der Pflanzenheilkunde. Die Fachjury des Theophrastus-Naturheilvereins in Deutschland wählte die Ringelblume sogar zur Heilpflanze des Jahres 2009. Als Heilpflanze ist die Ringelblume wahrscheinlich bereits in der Antike bekannt gewesen. Spätestens aber im Mittelalter wurde sie regelmäßig eingesetzt. Hildegard von Binge kannte bereits die Ringelblume, die sie „Ringula“ oder „Ringella“ nannte. Kosmetisch und medizinisch verwendet werden die Ringelblumenblüten. Aufgrund des ihr nachgesagten hautpflegenden Effektes, wird die Ringelblume auch in vielen Cremes und Salben gegen raue, rissige Haut genutzt.

Ringelblumenextrakt und Zusatzkomponenten für bessere Ergebnisse

Dieses der Ringelblume zugeschriebene Anwendungsspektrum lässt bereits zweifeln, ob Ringelblume als alleinige „Wunderwaffe“ bei Narben wirkungsvoll ist. Und auch Experten sind zurückhaltend, wenn es darum geht Ringelblume als ausschließliche Pflege bei Narben einzusetzen; allerdings wird Ringelblume in einigen Produkten bei Narben sehr wohl als Zusatz eingesetzt. Diese speziellen Produkte bei Narben (z.B. Bi-Oil) enthalten aber neben Ringelblume auch noch andere Inhaltsstoffe und es ist vor allem die spezielle Komposition der Produkte, die einen Effekt auf das Hautbild der Narbe hat. Bi-Oil beispielsweise verdankt seine Wirkung der einzigartigen Zusammensetzung mit dem speziellen Trägerstoff PurCellin Oil™. Dieser verringert die Dickflüssigkeit und sorgt zudem dafür, dass Bi-Oil trotz seiner Ölbasis schnell einzieht, was von vielen Anwendern als angenehm empfunden wird. Darüber hinaus dient es als Trägerstoff für die enthaltenen, wertvollen Inhaltsstoffe, wie etwa Vitamin A, das Extrakt der Ringelblume und die pflanzlichen Öle Lavendel, Rosmarin und römische Kamille.

Narben massieren

Neben der speziellen Komposition der Inhaltsstoffe, ist es auch wichtig, die Narbe regelmäßig mit dem Produkt zu massieren. Dr. Susanne Millner, Expertin für Dermatologie, bestätigt: „Eine Massage der Narbe ist ein guter Weg, nicht nur der beeinträchtigten Hautpartie etwas Gutes zu tun, sondern sich auch mit der veränderten Haut positiv auseinanderzusetzen. Die Massage kann einfach zu Hause durchgeführt werden: Eine zweimal täglich über mindestens drei Monate durchgeführte Massage mit einem Körperöl kann das Erscheinungsbild von Narben sichtbar verbessern – sie können flacher werden, Rötungen können verblassen.“ Dabei ist keine Massagetechnik nötig; es genügt, das spezielle Öl mit den Fingerspitzen mit leichtem Druck in kreisenden Bewegungen in die Narbe einzumassieren. Neben der Verbesserung des Erscheinungsbilds der Narbe hilft die Massage, laut der Expertin, Spannungen im Narbengewebe zu reduzieren.


Ringelblume mit weissem Hintergrund