Was kann man gegen Dehnungsstreifen am Po tun

„Ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut“ ist nicht nur eine bekannte Redewendung. Die Haut ist der Spiegel der Seele und zeichnet die individuellen Lebensphasen eines jeden Menschen zum Beispiel in Form von Dehnungsstreifen nach. Die Ursachen für Dehnungsstreifen können dabei sehr unterschiedlich sein: Sie entstehen unter anderem durch starke Gewichtszunahme oder -abnahme, durch intensiven Aufbau von Muskelmasse beim Bodybuilding-Training, durch schnelles Wachstum in der Pubertät oder während einer Schwangerschaft. Dehnungsstreifen sind kein seltenes Phänomen: Über 60 Prozent der Schwangeren bekommen Dehnungsstreifen.[1] Andere Untersuchungen gehen davon aus, dass 70 Prozent aller Mädchen und 40 Prozent der Jungen ab 10 Jahren von Wachstumsstreifen betroffen sind.

Dehnungsstreifen am Po – Frauen sind häufiger betroffen

Ein allgemeiner Risikofaktor für die Ausbildung von Dehnungsstreifen ist ein angeborenes schwaches Bindegewebe, denn schwaches Bindegewebe ist besonders empfänglich für Risse. Frauen sind daher prozentual häufiger von Dehnungsstreifen betroffen als Männer. Die von vielen als „lästig“ empfundenen Dehnungsstreifen entstehen dabei vor allem an Körperstellen, die besonders stark gedehnt werden, z.B. am Bauch oder Po.

Obwohl es sich bei Dehnungssteifen um ein eher kosmetisches Problem handelt, das die Gesundheit nicht beeinträchtigt, werden die veränderten Hautpartien von Betroffenen häufig als belastend empfunden und können sich somit negativ auf das Selbstbewusstsein auswirken.

Wie sollte der Partner mit Dehnungsstreifen umgehen

Dehnungsstreifen am Po sind dabei für viele Betroffene besonders unangenehm, da sie sich am Strand oder vor dem Partner nur schwerlich verbergen lassen. Dabei sind die Betroffenen oft viel kritischer mit dem eigenen Körperbild als das Umfeld oder der Partner. Die bekannte Diplom-Psychologin Dr Eva Wlodarek richtet aber einen Appell an alle betroffenen Frauen und gibt aber zu bedenken: „Zunächst einmal möchte ich Entwarnung geben. Der Partner wird Dehnungstreifen vermutlich als ganz natürliche Folge einer besonderen Anstrengung ansehen.“ Die Expertin gibt auch praktische Tipps, wie Partner Betroffene unterstützen können, einen selbstbewussten Umgang mit Dehnungsstreifen zu entwickeln: „Es stärkt, wenn er vermittelt, dass sie / er durch das veränderte Hautbild für ihn keineswegs an Attraktivität verloren hat. Dass er im Gegenteil stolz auf ihre Stärke ist, etwa wenn sie die Strapazen einer Geburt gemeistert hat. Dabei wirkt eine liebevolle Berührung oft noch intensiver als Worte. Indem der Partner die betroffenen Stellen sanft massiert, vermittelt er auch nonverbal: ‚Ich liebe dich so, wie du bist.‘“ Auf diese Weise kann der psychologische Aspekt auch effektiv mit einer kosmetischen Anwendung verknüpft werden, in dem der Partner den Betroffenen regelmäßig mit einem speziellen Öl zur Milderung von Dehnungsstreifen, zu empfehlen ist hier beispielsweise Bi-Oil, an der von Dehnungsstreifen betroffenen Stelle, z.B. am Po, massiert.

[1] Atwal GS et al. Striae gravidarum in primiparae. Br J Dermatol. 2006 Nov;155(5):965-9.


Dehnungsstreifen am Po einer Frau